Demenz - Betreuungsgruppe

Betreuungsgruppen dienen zugleich der Anregung und Förderung ansonsten nicht mehr genutzter Fähigkeiten der Demenzkranken.

In einer wertschätzenden und toleranten Atmosphäre werden die Kranken in ihrer Andersartigkeit angenommen. So werden Frustrationen und Überforderung sowie Versagensängste weitgehend vermieden. Diese positiven Erfahrungen führen zu Veränderungen im Erleben und Verhalten der Demenzkranken.





Einmal in der Woche (je nach Bedarf) betreuen wir unter ergotherapeutischen Aspekten für vier Stunden die Demenzkranken in einer kleinen Gruppe(3 - 5 Patienten).


Ein konstant wiederkehrender Ablauf, der sich an den Bedürfnissen, Gefühlen und Fähigkeiten der zu betreuenden orientiert, sorgt für Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung.



Die Betreuungsgruppe ist in der Regel für Demenzkranke aller Krankheitsstadien geeignet, mit Ausnahme von bettlägerigen und schwerst pflegebedürftigen Demenzkranken.

Bei pflegebedürftigen Patinenten nach Absprache auch häusliche stundenweise Betreuung.



Betreuungsgruppen sind ein Angebot zur Entlastung der pflegenden Angehörigen:

  • Zeit für sich haben, um Kraft zu schöpfen
  • Termine wahrnehmen
  • Einkäufe erledigen
  • Ein entlastendes Gespräch führen
  • In der Betreuungsgruppe mitmachen, um Erfahrungen im Umgang mit den Kranken zu erlernen
Betreuungsgruppen fördern Demenzkranke:

 - vorhandene Fähigkeiten werden aktiviert
 - Wertschätzung wird erfahren
 - Gemeinsamkeit wird erlebt
 - Selbstwertgefühl wird gestärkt


Eine allgemeine positive Anregung der Sinne, der Wahrnehmung, der Ausdrucksfähigkeit, der Kreativität, der Bewegung und ein Ansprechen vorhandener Gedächtnisinhalte ohne zu überfordern ist in allen Krankheitsphasen sinnvoll und förderlich.


Inhalte der Betreuung:

  • Biographiearbeit
  • Unterschiedliche Sinneswahrnehmungen wie Riechen, Schmecken oder Berühren können Gedächtnisinhalte auf ganz eigenen Wegen ansprechen und aktivieren.
  • Durch die Verknüpfung mit Handlungen und Bewegung können die positiven Wirkungen einer geistigen Anregung ebenfalls verstärkt werden.
  • Da wir ein „Bewegungsgedächtnis“ besitzen, das weitgehend unabhängig von anderen Gedächtnisinhalten arbeitet und das bei Alzheimer Kranken zunächst wenig beeinträchtigt ist, können durch bestimmte Bewegungsimpulse ganze Bewegungsmuster aus der Erinnerung aktiviert werden: z.B. einfache gewohnte Bewegungsroutinen beim An- und Auskleiden
  • hauswirtschaftliche Aktivitäten (Zubereiten der Mahlzeiten)
  • sportliche oder handwerkliche Aktivitäten

Die Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer Demenzkranke sind teilweise schnell
erschöpft. Daher sind immer wieder Pausen und eine sinnvolle Abwechslung von Tätigkeiten notwendig.


Nähere Informationen und Preise auf Anfrage.